„Ausbildung im Handwerk ist gute Alternative zum Studium“

Artikelkategorien: 
oben links: Thomas Rohm, Uwe Koch, Kai Schaupmann; unten links: Astrid Herkenhoff, Caroline Bittner

„Ausbildung im Handwerk ist gute Alternative zum Studium“

Handwerkskammer und Betriebe informierten Eltern und Gymnasiasten über Karrierechancen

Georgsmarienhütte.  Für Betriebe wird es zunehmend schwieriger, Auszubildende zu finden. Doch immer mehr Unternehmen ergreifen die Initiative und gehen bei der Nachwuchsgewinnung neue Wege. So fand jetzt am Gymnasium Oesede auf Initiative des Unternehmens Elektro Herkenhoff ein Elternabend statt, der umfassend über die ausgezeichneten beruflichen Perspektiven im Handwerk informierte. Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.

„Bei der Berufswahlbegleitung ihres Kindes stellen Eltern sich viele Fragen: Welcher Bildungsweg passt zu meinem Kind? Wie kann ich mein Kind unterstützen? Welche beruflichen Möglichkeiten bietet die Region?“, skizzierte Magdalena Antonczyk von der Servicestelle zu Beginn vor rund 70 Eltern und Jugendlichen. Gerade bei Gymnasiasten spielten die Karrierechancen im Handwerk bei der Berufsorientierung oft nur eine untergeordnete Rolle. Zu Unrecht, wie Uwe Koch von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim anschaulich verdeutlichte: Qualitativ hochwertige Ausbildungen, die etwa auch im Ausland hohe Anerkennung fänden, gute Aufstiegsmöglichkeiten bis hin zum möglichen Sprung in die Selbstständigkeit oder die zum Teil hervorragenden Verdienstmöglichkeiten seien unbedingte Pluspunkte, so der HWK- Projektmitarbeiter "passgenaue Besetzung von Ausbildungsplätzen".

Exemplarisch stellte er verschiedene Ausbildungsberufe, Zugangsvoraussetzungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten vor. Elektro Herkenhoff bot dann einen ganz praktischen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens: Azubi Caroline Bittner schilderte ihre Ausbildungsalltag. Sie selbst sei eher zufällig auf diese berufliche Perspektive gestoßen: „Wir hatten keine wirkliche Berufsorientierung an unserer Schule. Nach meinem Fachabi wusste ich überhaupt nicht, was ich machen sollte. Es ist sehr gut, dass es an dieser Schule ein solches Angebot gibt.“

Auch das Unternehmen Fischer GmbH aus Osnabrück stellte sich vor: Der Sanitär-Heizung-Klima-Betrieb mit rund 30 Mitarbeitern warb um Nachwuchs. Der Geschäftsführer machte dabei den Eltern und Jugendlichen Mut, das Handwerk als Alternative zum Studium ins Auge zu fassen:  „Ich garantieren jedem Schüler und jeder Schülerin, die hier heute sitzen, dass sie auf jeden Fall einen Ausbildungsplatz bekommen werden. Egal wo, “ betonte Kai Schaupmann. Das kam bei den Jugendlichen an, die beiden Unternehmen und Uwe Koch von der HWK ebenso interessiert wie ihre Eltern viele Fragen stellten. Ein Schüler machte gleich Nägel mit Köpfen: Er entschied sich für ein Schnupperpraktikum bei Herkenhoff.

Fotos und Text: MaßArbeit

Galerie: 
Schule-Wirtschaft: 
Schule-Wirtschaft