Viel Lob für handwerklich talentierte Jugendliche

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Die Jugendlichen zeigten bei der Abschlussveranstaltung des Projektes stolz die neue Garderobe (von links): Kasper Koza-kiewicz, Rolf Kaumkötter, Ausbildungsleiter bei Huning Maschi-nenbau, Julian Pohl, Dietrich Kindermann, stellvertretender Schulleiter der Wilhelm-Fredemann-Oberschule, Marlon Ron-ning, Ilka Windisch, AWT Fachleiterin, und Alec Diekmann.

 

Melle. Das Lob für die Jugendlichen und ihre neu erworbenen Fähigkeiten hätte nicht größer ausfallen können: „Eine super Truppe. Ich hätte gerne von allen eine Bewerbung im nächsten Jahr", so die Bilanz von Rolf Kaumkötter, Ausbildungsleiter des Unternehmens Huning Maschinenbau, zum Abschluss eines Praxisprojektes mit vier Schülern der Wilhelm-Fredemann-Oberschule in Melle. Im Rahmen der von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit begleiteten Kooperation von Schule und Unternehmen hatten die Jugendlichen an vier Nachmittagen im Betrieb eine Metall-Garderobe gebaut. Dafür erhielten sie jetzt ein Zertifikat für Ihre zukünftige Bewerbungsmappe.

Die Schüler, die sich freiwillig für das Projekt gemeldet hatten, wussten, worauf sie sich einließen. Sie kannten das Unternehmen Huning bereits: Zwei Teilnehmer hatten ihren Zukunftstag dort verbracht, die anderen waren durch eine Infoveranstaltung von Huning-Azubis in der Wilhelm-Fredemann-Schule auf das Unternehmen aufmerksam geworden. Im Praxisprojekt gefiel ihnen vor allem, dass sie systematisch an ihre Aufgabe herangeführt wurden und zunächst Grundfertigkeiten am Werkstoff Metall üben konnten. So bauten die vier in der Ausbildungswerkstatt zunächst gemeinsam mit den Azubis des Unternehmens jeweils einen Metallwürfel. Beim letzten Treffen wurde dann die Garderobe gefertigt, die nun einen Ehrenplatz  im Technikraum der Schule findet. „Dort können jetzt Arbeitskittel, Besen und Handfeger ordentlich verstaut werden“, schmunzelte der stellvertretende Schulleiter, Dietrich Kindermann.

Drei der Jugendlichen wollen sich im kommenden Jahr auf jeden Fall um einen Ausbildungsplatz bei Huning Maschinenbau bewerben: „Uns gefällt das Unternehmen, die Arbeitsatmosphäre ist klasse und die praktische Arbeit mit den Azubis hat viel Spaß gemacht“, waren sie sich einig. Auch Ausbildungsleiter Kaumkötter hält an der Kooperation für das kommende Schuljahr fest: „Es ist für unser Unternehmen ein erfolgsversprechender Weg, junge Menschen für die Ausbildung im Betrieb zu gewinnen.“ Die Erfahrungen seien positiv: So würden zwei Teilnehmer des ersten Praxisprojekts im Jahr 2017 voraussichtlich im August eine Ausbildung bei Huning beginnen.

Ein Erfolg auch für die Schule, so Ilka Windisch, Arbeit-Wirtschaft-Technik Fachleiterin an der Wilhelm-Fredemann-Oberschule. „Wir profitieren sehr von der Zusammenarbeit mit Huning. Die Kooperationsprojekte bereichern die Berufsorientierung in der Schule  durch einen  konkreten Praxisbezug und zeigen den Jugendlichen Perspektiven für die berufliche Zukunft auf.“

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